Google-Unternehmensprofil: So funktioniert es
02.10.2026·7 Min. Lesezeit·von David Paci

Bild KI-generiert
Das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der Eintrag, aus dem Google bei örtlichen Suchen den Kartenblock mit Unternehmen zusammenstellt. Für lokales SEO ist dieses Profil deshalb eine zentrale Datenquelle: Es beschreibt, was ein Betrieb anbietet, wo er sitzt und wie Kunden ihn erreichen können.
Eine Platzierung lässt sich nicht kaufen oder garantieren. Google nennt in seiner Hilfe drei Faktoren, auf denen lokale Suchergebnisse hauptsächlich beruhen: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein Teil davon lässt sich durch vollständige und korrekte Angaben beeinflussen, die Entfernung zwischen Betrieb und suchender Person dagegen nicht.
Google nennt drei Faktoren für lokale Ergebnisse
Auf der Hilfeseite „Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern“ beschreibt Google die drei Faktoren genauer. Relevanz bezeichnet, wie gut ein Unternehmensprofil zur Suche passt. Bei der Entfernung zählt, wie weit ein Betrieb vom Suchenden entfernt ist. Die Bekanntheit eines Unternehmens ergibt sich laut Google unter anderem daraus, wie viele Websites auf den Betrieb verweisen und wie viele Rezensionen vorhanden sind.
| Faktor laut Google | Was dazu zählt | Kann der Betrieb ihn beeinflussen? |
|---|---|---|
| Relevanz | Wie gut Profil, Kategorie und Angaben zur Suchanfrage passen | Ja, durch vollständige und zutreffende Informationen |
| Entfernung | Abstand zwischen Betrieb und suchender Person | Nein |
| Bekanntheit | Unter anderem Verweise im Web und Rezensionen | Teilweise |
Google weist auf derselben Seite darauf hin, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in lokalen Ergebnissen angezeigt werden. Genannt werden beispielsweise Adresse, Öffnungszeiten einschließlich besonderer Öffnungszeiten und die Art des Unternehmens. Ein besseres lokales Ranking könne dagegen nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.
Lokale Ergebnisse hängen immer vom konkreten Suchvorgang ab. Zwei Personen können dieselbe Leistung suchen und unterschiedliche Kartenresultate sehen, wenn sie sich an verschiedenen Orten befinden. Ein sauber gepflegtes Unternehmensprofil verbessert die Voraussetzungen für passende lokale Treffer, eine bestimmte Position lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Kategorie legt fest, wofür das Profil steht
Eine der wichtigsten Angaben ist die Hauptkategorie. Google empfiehlt auf der Seite „Unternehmenskategorie auswählen“, eine primäre Kategorie zu wählen, die das Unternehmen möglichst genau beschreibt, und insgesamt so wenige Kategorien wie nötig zu verwenden. Google erklärt dort ausdrücklich, dass die ausgewählten Kategorien das Ranking in lokalen Suchergebnissen beeinflussen.
Auch die Expertenumfrage „Local Search Ranking Factors“ misst der Kategorie hohe Bedeutung bei. Für die Ausgabe 2026 ließ Darren Shaw 47 Fachleute für lokale Suche insgesamt 187 Faktoren bewerten. In dieser Befragung lag die Hauptkategorie für den Kartenblock auf Platz 1, die Nähe zum Suchenden auf Platz 2. Die Befragten haben keinen Einblick in Googles internes Verfahren; die Rangfolge ist daher eine Einschätzung von Fachleuten und keine Messung des Algorithmus.
Die Unterschiede zwischen Experteneinschätzung und Googles Regeln zeigen sich beim Firmennamen besonders deutlich. Suchbegriffe im Firmennamen wurden in der Befragung hoch bewertet. Googles Richtlinien für die Präsentation eines Unternehmens untersagen jedoch zusätzliche Leistungen oder Ortsangaben im Namen, wenn sie nicht zum tatsächlichen Firmennamen gehören. Ein Verstoß kann zur Sperrung des Profils führen.
In ein ordentlich gepflegtes Profil gehören vor allem Angaben, die den Betrieb tatsächlich beschreiben:
- Unternehmensname, so wie er auch außerhalb von Google verwendet wird
- Hauptkategorie und nur die zusätzlich wirklich passenden Kategorien
- Adresse oder Einzugsgebiet, je nach Geschäftsmodell
- Öffnungszeiten, einschließlich besonderer Öffnungszeiten
- Telefonnummer und Website, damit Kunden den Betrieb erreichen
- Fotos und Videos, die Angebot und Standort nachvollziehbar zeigen
Für Betriebe, die zu Kunden fahren und kein klassisches Ladengeschäft bedienen, gelten besondere Regeln zum Einzugsgebiet. Google nennt dafür in seiner Hilfe zum Einzugsgebiet maximal 20 Gebiete und empfiehlt, den Bereich auf ungefähr zwei Autostunden rund um den Standort zu begrenzen.
Firmendaten sollten überall denselben Betrieb beschreiben
Neben dem Profil selbst betrachtet Google auch Informationen außerhalb davon. Für den Betrieb ist deshalb vor allem wichtig, dass Name, Adresse und Telefonnummer an den üblichen Stellen korrekt und widerspruchsfrei gepflegt werden. Daraus folgt keine Garantie für ein besseres Ranking; es verhindert aber, dass verschiedene öffentliche Quellen unterschiedliche Angaben zum selben Unternehmen liefern.
| Stelle | Was dort geprüft werden sollte |
|---|---|
| Website, besonders Impressum und Kontakt | Name, Adresse, Telefonnummer |
| Google-Unternehmensprofil | Dieselben Stammdaten sowie Kategorie und Öffnungszeiten |
| WKO Firmen A–Z | Firmenname, Anschrift und Kontaktdaten |
| Bing Places und Apple Business | Öffentliche Standort- und Kontaktdaten |
| Herold und FirmenABC | Firmenname, Adresse und Telefonnummer |
Bei Rezensionen gelten ebenso klare Regeln. Google schreibt in seinen Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte, dass Bewertungen auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen müssen. Zahlungen, Rabatte oder Gratisleistungen als Gegenleistung sind unzulässig; ebenso darf ein Unternehmen nicht gezielt nur zufriedene Kunden um positive Rezensionen bitten.
Kunden dürfen grundsätzlich um eine ehrliche Bewertung gebeten werden, ohne Gegenleistung und ohne vorgegebenen positiven Text. Wenn jemand Unterstützung beim Schreiben braucht, können sachliche Stichworte helfen, etwa welches Projekt gemeint ist oder wie die Zusammenarbeit ablief. Google empfiehlt außerdem, auf Rezensionen zu antworten; Hinweise dazu stehen in der Hilfe zu Rezensionen.
Der Leistungsbericht zeigt, über welche Suchen das Profil gefunden wird
Bestätigte Unternehmensprofile haben einen Leistungsbericht. Laut Googles Dokumentation zum Leistungsbericht werden dort unter anderem Suchbegriffe angezeigt, mit denen Nutzer nach dem Unternehmen gesucht haben. Die Daten werden monatlich aktualisiert; zusätzlich sind etwa Aufrufe, Wegbeschreibungen, Anrufe und Websiteklicks verfügbar.
Diese Angaben helfen bei der Prüfung der Relevanz. Tauchen Suchbegriffe auf, die mit dem tatsächlichen Angebot wenig zu tun haben, sollte zuerst geprüft werden, ob Kategorie, Leistungen oder Beschreibung den Betrieb sauber wiedergeben. Eine Leistung, die der Betrieb gar nicht anbietet, sollte auch dann nicht eingetragen werden, wenn sie häufig gesucht wird. Das Profil soll Google helfen, das Unternehmen korrekt einzuordnen.
Die Grundlagen klassischer Suchmaschinenoptimierung haben wir im Artikel „Was ist SEO und brauche ich es?“ zusammengefasst. Der Kartenblock ist ein eigener Teil der Suchergebnisse, steht aber in Verbindung mit der Website und den übrigen öffentlichen Informationen zum Betrieb.
So prüfst du, wie dein Profil heute dasteht
Eine einzelne Suche am eigenen Arbeitsplatz reicht für eine Bewertung nur bedingt aus, weil die Entfernung zum Suchenden Teil des lokalen Rankings ist. Für einen brauchbaren ersten Check kannst du trotzdem systematisch vorgehen:
- Suche deine wichtigste Leistung zusammen mit dem Ortsnamen in einem privaten Browserfenster und ohne Google-Anmeldung. Wenn möglich, wiederhole die Suche von einem Ort, an dem sich typische Kunden befinden.
- Prüfe im Unternehmensprofil, ob die Hauptkategorie genau die Leistung beschreibt, für die du gefunden werden willst.
- Vergleiche Name, Adresse und Telefonnummer mit deiner Website sowie den wichtigsten öffentlichen Verzeichnissen.
- Öffne den Leistungsbericht und sieh nach, über welche Suchbegriffe Nutzer tatsächlich zu deinem Profil gelangen.
- Vergleiche die Zahl deiner Rezensionen mit den Betrieben, die bei derselben Suche im Kartenblock erscheinen, ohne daraus eine feste Rangfolge abzuleiten.
Wenn eine Agentur das Profil betreuen soll, ist eine Frage besonders aufschlussreich:
Welche Angaben in unserem Profil würdest du ändern und warum?
Eine belastbare Antwort bezieht sich auf Kategorie, angebotene Leistungen und konkret vorhandene Daten. Eine versprochene Position im Kartenblock wäre dagegen kein seriöses Prüfkriterium, weil Google selbst erklärt, dass ein besseres lokales Ranking weder eingefordert noch gekauft werden kann.
Bei manchen Suchanfragen erscheinen neben dem Kartenblock generative Antworten, die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen. Wie klassische Suche und Sichtbarkeit in solchen KI-Antworten zusammenspielen, erklären wir auf unserer Seite zur Sichtbarkeit in der KI-Suche und im Artikel über GEO im Vergleich zu SEO.
Häufige Fragen
Ist Google My Business etwas anderes als das Google-Unternehmensprofil?
Nein. Google-Unternehmensprofil ist der heutige Name für den Dienst, der früher unter anderem Google My Business und Google Places hieß. Der Eintrag wird weiterhin für die Darstellung eines Unternehmens in Google Suche und Google Maps verwendet.
Kann ich für eine bessere Position im Kartenblock bezahlen?
Nein. Google erklärt ausdrücklich, dass ein besseres lokales Ranking nicht eingefordert und auch nicht gegen Bezahlung gekauft werden kann. Anzeigen sind ein separates Werbeformat und keine bezahlte Verbesserung des organischen lokalen Rankings.
Sind möglichst viele Kategorien besser?
Nein. Google empfiehlt, eine Hauptkategorie zu wählen, die das Unternehmen am besten beschreibt, und insgesamt so wenige Kategorien wie möglich zu verwenden. Zusätzliche Kategorien sollten nur Leistungen abbilden, die tatsächlich angeboten werden.
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